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Sri Lanka - Perle im Indischen Ozean
Inselparadies mit Licht und Schatten für jedes Budget
Wiederaufbau der Infrastruktur nach dem Tsunami von 2004
Die Insel Sri Lanka liegt im Indischen Ozean südlich von Indien. Sie bildet den gleichnamigen Insel- und Vielvölkerstaat, der früher unter dem Namen Ceylon bekannt war. Sri Lanka bedeutet eigentlich "königlich leuchtendes Land", und diese Insel, die sich in Gestalt einer Träne vom indischen Subkontinent gelöst hat und in den Indischen Ozean gefallen ist, wird vielfältig auch als Land der Lotusblüte, Insel der Götter, Perle im Indischen Ozean gepriesen. Doch das ehemalige Ceylon ist aber auch ein Inselparadies mit Licht udn Schatten. Doch der Tourist braucht keine Angst zu haben; die Unruheherde Sri Lankas und die Auseinandersetzungen mit den Tamilen liegen weit im Norden von allen Ferienorten entfernt. Aber auch der Tsunami vom 2. Weihnachtsfeiertag 2004 , der fast 40000 Menschen das Leben kostete, mehr als einer Million Menschen die Häuser und den Besitz raubte udn vorwiegend den Fischerfamilien die Lebensgrundlage entzog, vermochte dem einstigen strahelnden und mit Naturschönheiten gesegneten Inselstaat nur vorübergehend ins Schattendasein zurückzuführen. Den Lebenswillen konnte diese gewaltige Flutwelle nicht zerstören. Mit ausländischer Hilfe, auch die von UNICEF, hat die Bevölkerung mit dem Wiederaufbau der 100000 zerstörten Häuser begonnen. In speziellen Werkstätten wurden wieder Fischerboote hergestellt und mit der verteilung von Fischernetzen können die hart getroffenen Fischerfamilien wieder für die eigene Versorgung beitragen. Beim Bau der neuen Steinhäuser wird besonders auch darauf geachtet, dass diese Wohnstätten künftigen Taifunen und Monsunstürmen besser stand halten. UNICEF stellte umgehend Medikamente zur Verfügung, unterstützte die Wiederherstellung der Gesundheitsversorgung, kümmerte sich um die Trinkwasserversorgung ebenso wie um den Wiederaufbau der zerstörten Schulen. Besodnere Zuwendung fanden die verwaisten udn traumatisierten Kinder, die zum Teil in Pflegefamilien ein neues Zuhause gefunden haben.
Doch trotz aller Widrigkeiten:Der Optimismus ist ungebrochen, dass Sri Lanka auch wieder bald einen stärkeren Touristenstrom verzeichnen kann. Denn dieser Inselstaat bietet als Reiseland eine ideale Kombination aus schneeweißen Stränden am azurblauen oder türkisschimmerndem Indischen Ozean, aus einer faszinierenden Pflanzen- und Tierwelt, aus abwechslungsreichen Landschaften mit hohen Bergen, silbrig schimemrnden Reisterrassen, grünen Teeplantagen und dichtem Dschungel, aus kulturhistorischen Kostbarkeiten und der sanft lächelnden Menschen.
Das Klima auf Sri Lanka ist tropisch mit unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen auf Grund der Monsune. Der Südwesten ist immerfeucht mit hohen Niederschlagsmengen durch den Südwestmonsun im Mai und Oktober, wobei an der der Nordost- und Ostküste nur geringe Niederschlagsmengen zu verzeichenn sind. In diesen Gebieten fallen durch den Nordostmonsun im November udn Dezember die meisten Niederschläge. Die Pflanzenwelt besticht durch üppige Fülle udn Artenreichtum.
Die Bevölkerung Sri Lankas ist ethnisch heterogen mit 82% Singhalesen und 8% Muslime. Der Rest besteht vorwiegend aus Kandy-Tamilen und Jaffna-Tamilen, wobei die tamilische Bevölkerung des Nordens nach der Unabhängigkeit des Landes versucht, mit Waffengewalt einen eigenen Staat zu gründen. Der 2002 ausgehandelte Waffenstillstand zwischen der srilankischen Regierung und den tamilischen Rebellen hat durch die zerstörerische Kraft des Tsunami bedingt zu einem einstweiligen Nebeninander geführt. Urlauber sollten aber auf alle Fälle den Norden und Osten des Landes meiden, die Touristenzentren an der West- und Südküste sowie im Landesinneren gelten nicht als Gefahrenzone.
Zahlreiche Flugverbindungen stehen den Urlaubern zur Auswahl.Im Auto mit eigenem Chauffeur die Gegend zu erkunden, ist kaum in einem anderen günstiger. Das Land bietet Unterkünfte für jeden Geldbeutel an. Keine Angst, auf Sri Lanka werden zwar in der Küche die teuflisch scharfen Chilis verarbeitet, doch für die Gäste aus Europa wird in der Regel westlich und mild gekocht. Sri Lanka bietet ein großes Sortiment an originellen Souvenirs und Mitbringseln, mehrkarätigen Edelsteinen, farbenfrohen Batiken und feingeflochtenen Körben an. Ein herrlicher Palmenstrand reiht sich an den anderen, und gewaltige Granitfelsen trotzen dem oft stürmischen Meer. Über das ganze Jahr verteilt geben religiöse Anlässe den Grund für farbenfrohe Feste. Naturfreunde und Liebhaber alter Kulturen wählen mit Sri Lanka die richtige Adresse. Im dichten Vegetatiosnkleid präsentiert sich das hügelige und zum Teil bergige Sri Lanka. Alles in allem ausreichende Gründe, diesem Inselstaat als Gast zu begegnen und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen..
Der Adam´s Peak wird von den Gläubigen der vier Weltreligionen als Heiligen Berg verehrt. Christen, Moslems, Hinduisten udn Buddhisten pilgern auf den Gipfel des 2240 Meter hohen Berg Sri Lankas. Rund 1000 Höhenmeter, sieben Kilometer und fast 5000 Stufen sind bei der dreistündigen Wanderung auf den heiligen Berg der Insel zu bewältigen. Dichte Menschenmassen einheimischer Gläuber, vereinzelt aber auch europäische Gäste, brechen bereits in der Nacht auf, denn alle müssen vor dem Sonnenaufgang das Ziel erreicht haben.
Sri Lankas Metropole Colombo list bunt, laut und auch stressig. Das Wirtschaftswunder spieglt sich in den hochgeschossigen Büro- und Bankgebäuden ebenso wie in einem unübersehbaren Verkehrschaos. In der kosmopüolitischen Stadt spiegeln sich die krassen Gegensätze von arm und reich. Als Ganzes betrachtet ist diese Millionenstadt wirklich keine schlöne Stadt, doch ist sie wegen der abwechslungsreichen Szenerie der einzelnen Stadtviertel durchaus attraktiv. Turbulente geschäftsstraßen wechseln sich mit engen, beschaulichen Gassen ab. Geschäftsleute und reisende aus aller Welt strömen nach Colombo und treffen hier auf bisweilen bettelarme, zerlumpte Einheimische. Den Stadtbereich, der das ehemalige Fort umschlossen hat, und den ältesten und geschäftigsten Markt sowie die figurenreiche Tempel im traditionsreichen Stadtteil Pettah sollte der Gast zu Fuß erkunden. Für den Besuch der übrigen Sehenswürdigkeiten (Jami-uf-Alfar-Moschee, Kathiresan Tempel, Ganeshan Tempel, Gangaramaya Tempel, St. Lucia Kirche, Asoka Ramaya tempel, das Meditationscenter Simamalaka, das Nationalmuseum) , die weit entfernt voneinander anzutreffen sind, sollte das Auto bevorzugt werden.
Der Dehiwala Zoo ist eine der Hauptattraktionen Colombos, Beeindruckend ist der hohe, urwaldartige Baumbestand, das dichte Beieinander der tropischen Fauna und Flora, der sehr große Artenreichtum und auch die begegnung mit den Großkatzen udn Raubtieren. Der Pilgerort Kelaniya mit der bedeutenden Tempelanlage Raja Maha Vihara mit dem heiligen Bodhi-Baum ist sehenswert.
Das Küstenstädtchen Negombo mit traumhaften Stränden udn eienr großen Lagune zieht viele Gäste an, obwohl es sich in der Nähe des Flughafens befindet. Dichte Palmenhaine und herrliche Sandstrände kennzeichen den 100 kmlangen Küstenstreifen zwischen Colombo und und bieten den Fotografen klassische Postkartenmotive. Die Hafenstadt Galle ist Sri Lankas schönste Stadt aus der Kolonialzeit. Die größte Sehenswürdigkeit isdt das noch besterhaltene holländische Fort mit seinen eingeschlossenen historischen gebäuden. Kaum vier Kilometer von galle entfernt liegt in Unawatuna die schönste Strandbucht der Insel mit Südseecharakter. Und unweit davon sitzen auf meterlangen Pfählen die Stelzenfischer von Weligama ausdauernd und in unendlicher Geduld im Meer und werfen ihre Angeln und Netze in die Brandung.
Zehn Prozent der Gesamtfläche weist Sri Lanka als Nationalparks, absoluten Naturschutzgebiete, Naturreservate und geschützte Urwaldstreifen aus. Im üppigen Kleid dichter vegetation präsentiert sich das Bergland im zentrum Sri Lankas. Hier herrscht fast ewiger Frühling, alles blüht und gedeiht. In knalligem Grün leuchten die vielen Teeplantagen, die auf alle Fälle einen Besuch lohnenswert machen. Das kulturelle und spirituelle Zentrum der Insel ist Kandy. Interessant ist seine Lage um einen See inmitten grüner Hügel. Kandy bewahrt das bedeutendste buddhistische Heiligtum Sri Lanks, den Zahntempel. In einem heiligen, goldenen Schrein wird ein Zahn des Religionsstifters Buddha aufbewahrt. Am Abend sollte sich der Gast trotz eines ermüdenden Erlebnistages noch aufraffen, um die berühmten, atemberaubenden Vorführungen der Kandy-Tänze zu besuchen. Und zur Vollmondnacht im Juli/August findet das Sri-Lanka-Spektakel der Superlative mit mehr als hundert geschmückten Elefanten und Tänzern in einer farbenprächtigen Parade statt.
Zu den schönsten Naturerlebnissen gehört eine Bus- oder Autofahrt von Kandy nach Nurelia. Etwa eine Autostunde entfernt liegt Pinnawela Elephant Orphanage, wo die kleinen Elefantenwaisen mit der Milchflasche großgezogen werden. Das Areal ist ein Freigehege, so dass der Besucher die zahmen Elefanten hautnah beim Baden im angrenzenden Fluss und Füttern erleben kann.
Sri Lankas antikes Kulturzentrum weist mit Anaradhapura und Polunnaruwa städte auf, von deren Pracht udn Reichtum die großartigen Ruinen heute nur noch ahnen lassen. Für die Besichtigung dieser Stätten sollte der gast zwei tage einplanen. Das gesamte Areal der Ruinenstadt Anuradhapura ist 20 km² groß. Interessant sind u.a. die Dagoba (präsentieren den buddhistischen Kosmos), die Vatagade (runde Reliquienhäuser mit Buddhastatuen), die Gedige (hohle Tempel mit extrem dicken Mauern) und die Mondsteine (halkreisförmige, platte Felsen mit gemeißelten Tierreliefsbändern). Relikte einer glazvollen Zeit trofft der Gast in Polunnaruwa an. Wer sich Zeit nimmt, kann an einem Tag zu Fuß dieses ca. 5 km² große Areal ablaufen und zumindest aber die drei Komplexe Königspalast (3m dicke und 10 m hohe Steinmauern, 36 Säulen, Reliefs und Steinfiguren), Geviert (steinernes Buch mit 25 Tonnen Gewicht)und Gal Vihara mit den vier riesigen monumentalen Buddhastatuen aus Granit ( 5 bis 14 m lang) besuchen. Die Höhen- und Felstempel von Dambulla verbergen sich 150 m hoch in einem gewaltigen felsblock. In den fünf seperaten Höhlen kann der Gast mehr als 150 Buddhastatuen in verschiedenen Größen und aus verschiedenen Epochen stammend bewundern. Die längste, liegende Buddhastatue ist 15 m lang.
Die Felsenfestung Sigiriya zu besichtigen, gehört zum absoluten Höhepunkt und Muss jeder Sri Lanka - Reise. Ein riesiger bizarrer Monolith aus Gneis ragt 200 m aus der Ebene auf. Für die Besteigung des Löwenbergs sollte der Gast aber schwindelfrei sein udn festes Schuhwerk dabei haben. Die weltbekannten, legendären Fresken der Wolkenmädchen ziehen seit Jahrhunderten Tausende Besucher an. Über eine eiserne Wendeltreppe gelangt der Besucher zu den über 1500 Jahre alten 17 Frauendarstellungen, die mit dem Unterleib in einer Wolkendecke stecken und deren meist barbusiger Oberleib aus ihr herausschaut. Eine Galerie ermöglicht den Aufstieg zur Plattform des Sigiriya-Felsens, und ein Laufsteg klammert sich an der enkrechten Westwand fest und führt schräg die Besucher nach oben. Das letzte Stück des Aufstiegs führt zwischen zwei gewaltigen, furcherregenden Löwenpranken hindurch.
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